Messie-Hilfe in Bad Driburg – Entrümpelung eines jahrzehntelang zugestellten Einfamilienhauses
Als wir das Einfamilienhaus in Bad Driburg zum ersten Mal betraten, wurde schnell deutlich, dass uns ein außergewöhnlicher Einsatz erwartete. Schon die ersten Schritte durch das Haus zeigten, dass sich hier über Jahrzehnte enorme Mengen an Müll angesammelt hatten. Die Auftraggeberin, eine rollstuhlfahrende Frau Mitte 60, konnte sich in ihrer Wohnsituation kaum noch frei bewegen. Beim Betreten des Hauses verzogen sich Ratten in die Müllberge. Laut Aussage der Nachbarn waren die Rollläden seit mehr als zehn Jahren nicht mehr geöffnet worden. Unser Auftrag bestand zunächst darin, das komplette Haus zu entrümpeln und die Voraussetzungen für die anschließende Sanierung des Gebäudes zu schaffen.
Jahrzehntelang angesammelter Müll, Wasserschaden und extreme hygienische Belastung in Bad Driburg
Der Einsatz erstreckte sich über das gesamte Gebäude – vom Kellergeschoss über das Erdgeschoss bis in das Obergeschoss. Bereits im Keller wurde das Ausmaß deutlich. Die Müllmengen waren so enorm, dass allein für das Kellergeschoss und einen Teil des Erdgeschosses ein 20 Kubikmeter großer Container ausschließlich mit Müll gefüllt wurde. Möbel befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Haus und waren darin nicht einmal enthalten.
Besonders erschwert wurde die Messie-Hilfe durch einen zuvor entstandenen Wasserschaden, der nahezu das gesamte Gebäude betroffen hatte. Über längere Zeit hinweg hatte sich Feuchtigkeit in den unteren Müllschichten gesammelt. Dadurch waren große Teile des Mülls durchnässt, extrem schwer und teilweise bereits zersetzt. In den unteren Bereichen wuchsen Pilze aus den verrottenden Schichten heraus. Viele Materialien hatten sich bereits so weit zersetzt, dass sie kaum noch als ursprüngliche Gegenstände zu erkennen waren.
Auch die sanitären Bereiche zeigten, wie lange sich die Situation bereits entwickelt hatte. Die Badewanne war bis zum oberen Rand vollständig mit Müll gefüllt, in dem sich zusätzlich Fäkalwasser gesammelt hatte. Im Schlafzimmer befand sich eine Matratze, auf der über einen längeren Zeitraum benutztes Toilettenpapier gelagert worden war. Durch Feuchtigkeit und Druck hatten sich diese Schichten teilweise zu einer harten, nahezu holzartigen Masse verbunden, die nur mit erheblichem Arbeitsaufwand entfernt werden konnte.
Bei Einsätzen dieser Größenordnung geht es nicht allein um das Räumen einer Wohnung. Häufig müssen zunächst sichere Arbeitswege geschaffen werden, bevor einzelne Räume überhaupt betreten werden können. Gleichzeitig wird während der Arbeiten fortlaufend entschieden, welche Materialien erhalten werden können und welche aus hygienischen Gründen entfernt werden müssen. Je nach Schadensbild gehören dazu auch eine professionelle Desinfektion, die Reinigung stark belasteter Bereiche oder eine anschließende Geruchsneutralisierung.
Zum jetzigen Zeitpunkt wurde die Entrümpelung der Müllmengen fast vollständig abgeschlossen. Erst dadurch kann die nachfolgende Sanitärfirma ihre Arbeiten aufnehmen. Geplant sind nun die Leckortung, die Beseitigung der Ursache des Wasserschadens sowie die technische Trocknung des gesamten Gebäudes. Erst danach kann entschieden werden, welche weiteren Sanierungsmaßnahmen notwendig sind.
Solche Einsätze zeigen, dass eine professionelle Messie-Hilfe weit über eine gewöhnliche Entrümpelung hinausgeht. Häufig treffen Vermüllung, Feuchtigkeit, hygienische Belastungen und erhebliche Gebäudeschäden gleichzeitig aufeinander. Nur durch ein strukturiertes Vorgehen lassen sich die Voraussetzungen schaffen, damit Handwerksbetriebe ihre anschließenden Arbeiten überhaupt beginnen können.
Wir unterstützen Privatpersonen, Angehörige, Betreuer, Vermieter und Hausverwaltungen nicht nur in Bad Driburg, sondern auch im gesamten Raum Ostwestfalen-Lippe. Regelmäßig sind wir in Bielefeld, Paderborn, Minden, dem Weserbergland sowie im Raum Hannover im Einsatz. Neben der Messie-Hilfe übernehmen wir auch die Reinigung von Fäkalwohnungen sowie die Tatort- und Leichenfundortreinigung einschließlich aller notwendigen Hygienemaßnahmen.
