Leichenfundortreinigung in Lemgo – warum wir diesen Einsatz zunächst unterbrechen mussten
Eigentlich sollte an diesem Tag die Leichenfundortreinigung durchgeführt werden. Am Ende mussten wir die Arbeiten jedoch abbrechen – und genau das war in dieser Situation die richtige Entscheidung. Eine Angabe zur Dauer der Liegezeit konnte nicht gemacht werden.
Unser Auftraggeber war ein Klinikum in Lemgo. Ein Mitarbeiter war in einem zum Klinikum gehörenden Wohnheim auf der Toilette verstorben. In dem Gebäude beziehungsweise auf dem Gelände wohnen teilweise weitere Mitarbeiter des Klinikums. Entsprechend wichtig war es, den betroffenen Bereich professionell aufzuarbeiten und gleichzeitig darauf zu achten, dass keine vermeidbaren hygienischen Probleme entstehen.
Wir begannen mit der Tatort- und Leichenfundortreinigung. Während der Arbeiten zeigte sich allerdings ein Problem, das zunächst nichts mit der eigentlichen Reinigung zu tun hatte: Der Bodenablauf im Badezimmer war verstopft.
Rückstau im Badezimmer: Warum eine Spezialreinigung so keinen Sinn ergibt
Im Badezimmer stand durch den verstopften Bodenablauf rückgestautes Wasser. Wir saugten dieses zunächst ab, um weiterarbeiten zu können. Kurz darauf drückte jedoch erneut Wasser aus dem Ablauf nach oben.
Also wurde wieder abgesaugt. Doch auch danach kam Wasser zurück.
Spätestens an diesem Punkt war klar: Eine saubere und fachgerechte Spezialreinigung lässt sich unter diesen Bedingungen nicht durchführen. Solange immer wieder verunreinigtes Wasser in den bereits bearbeiteten Bereich zurückläuft, würde man gegen ein Problem arbeiten, dessen Ursache noch gar nicht beseitigt wurde.
Die Leichenfundortreinigung in Lemgo wurde deshalb zunächst unterbrochen.
Erst muss die Ursache beseitigt werden – dann wird weitergereinigt
Das Klinikum verfügt über eine eigene Sanitärfirma. Diese muss nun zunächst die Verstopfung beseitigen und dafür sorgen, dass der Bodenablauf wieder ordnungsgemäß funktioniert.
Erst danach können wir unsere Arbeiten sinnvoll fortsetzen.
Genau solche Situationen zeigen, warum eine Spezialreinigung nach einem Todesfall nicht einfach bedeutet, Desinfektionsmittel aufzutragen und anschließend den Raum zu verlassen. Die Bedingungen vor Ort bestimmen das Vorgehen. Wenn ein technisches Problem eine hygienisch einwandfreie Bearbeitung verhindert, muss zunächst dieses Problem gelöst werden.
Bei vergleichbaren Belastungen können neben der eigentlichen Reinigung auch Maßnahmen zur professionellen Desinfektion erforderlich sein. Welche Schritte notwendig sind, entscheidet sich jedoch immer anhand der tatsächlichen Situation vor Ort.
Der Badezimmerboden muss voraussichtlich vollständig entfernt werden
Mit der Beseitigung der Verstopfung allein wird dieser Einsatz voraussichtlich noch nicht abgeschlossen sein.
Der Boden im Badezimmer befindet sich insbesondere im Bereich der Fugen in keinem Zustand, bei dem wir uns auf eine rein oberflächliche Behandlung verlassen möchten. Deshalb soll der vorhandene Bodenbelag nach Beseitigung des Abflussproblems entfernt werden.
Erst wenn der Boden aufgenommen wurde, lässt sich zuverlässig beurteilen, wie es darunter aussieht. Sollte der darunterliegende Boden beziehungsweise Untergrund belastet sein, wird auch dieser entsprechend behandelt.
Das ist bei einer Spezialreinigung nach einem Leichenfund ein entscheidender Punkt: Eine Oberfläche kann nach der Reinigung sauber aussehen, während sich darunter weiterhin eine Belastung befindet. Deshalb muss im Zweifel so weit zurückgebaut werden, bis der tatsächlich betroffene Bereich erreicht und fachgerecht bearbeitet werden kann.
Warum wir bei einem Leichenfund auch unter den Boden schauen
Flüssigkeiten nehmen nicht immer den Weg, den man auf den ersten Blick erwartet. Beschädigte oder offene Fugen können dazu führen, dass Feuchtigkeit und Verunreinigungen unter einen Bodenbelag gelangen.
Ein einfaches Wischen der sichtbaren Oberfläche würde dann zwar optisch etwas verändern, das eigentliche Problem aber möglicherweise nicht lösen.
Bei diesem Einsatz in Lemgo werden wir deshalb nach Entfernung des Bodens prüfen, ob der darunterliegende Bereich weiterbehandelt werden muss. Erst wenn die Ursache des Rückstaus beseitigt und der Bodenaufbau geklärt ist, kann dieser Teil der Wohnungsreinigung nach dem Todesfall abgeschlossen werden.
Die Entrümpelung kann erst nach Klärung des Nachlasses beginnen
Parallel dazu gibt es noch eine zweite offene Frage. Zum Zeitpunkt unseres Einsatzes waren die Erben noch nicht abschließend ermittelt beziehungsweise die weitere Abwicklung des Nachlasses noch nicht geklärt.
Deshalb können wir nicht einfach damit beginnen, persönliche Gegenstände und das Inventar aus der Wohnung zu entfernen.
Sobald die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen sind und die Wohnung zur Räumung freigegeben werden kann, übernehmen wir auch die Entrümpelung. Anschließend sollen weitere belastete beziehungsweise geruchsbehaftete Materialien aus der Wohnung entfernt werden.
Dazu gehört in diesem Fall voraussichtlich auch die Tapete. Sie soll von den Wänden entfernt werden, bevor die weiteren Reinigungs- und Geruchsmaßnahmen durchgeführt werden.
Ozonisierung erst dann, wenn die Ursachen beseitigt sind
Nach einem Leichenfund ist der typische Verwesungsgeruch häufig eines der ersten Dinge, die beim Betreten einer Wohnung auffallen. Trotzdem wäre es falsch, sofort mit einer Ozonbehandlung zu beginnen.
Auch bei diesem Einsatz erfolgt die Ozonisierung erst am Ende.
Zunächst müssen die technischen Probleme beseitigt, belastete Bodenbereiche geöffnet und behandelt, die Wohnung nach entsprechender Freigabe entrümpelt und weitere betroffene Materialien entfernt werden. Anschließend wird gründlich gereinigt.
Erst danach kann die Ozonbehandlung als weiterer Schritt unserer Geruchsneutralisierung nach einem Todesfall erfolgen.
Anders gesagt: Wir versuchen nicht, einen vorhandenen Geruch zu überdecken, während seine Ursache noch in der Wohnung vorhanden ist.
Leichenfundortreinigung in einem Mitarbeiterwohnheim – besondere Abstimmung vor Ort
Dieser Auftrag unterscheidet sich auch organisatorisch von vielen unserer Einsätze in privaten Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen. Auftraggeber ist ein Klinikum, und der Todesfall ereignete sich in einem zum Klinikum gehörenden Wohnheim.
Da sich auf dem Gelände beziehungsweise im Wohnumfeld auch andere Mitarbeiter aufhalten und teilweise dort wohnen, müssen die einzelnen Arbeitsschritte entsprechend abgestimmt werden. Gleichzeitig sind mehrere Beteiligte involviert: das Klinikum als Auftraggeber, die hauseigene Sanitärfirma, später gegebenenfalls die Erben und wir als Spezialreinigungsunternehmen.
Unser Ziel bleibt dabei dasselbe: Jeder Arbeitsschritt soll in der richtigen Reihenfolge erfolgen. Nicht möglichst schnell irgendetwas reinigen, sondern am Ende einen fachgerecht bearbeiteten Bereich hinterlassen.
Von der Leichenfundortreinigung bis zur Wiederherstellung – auf Wunsch aus einer Hand
Gerade nach einem Todesfall endet die Arbeit nicht zwangsläufig mit der Reinigung. Werden Bodenbeläge, Tapeten oder andere Materialien entfernt, muss eine Wohnung anschließend häufig wiederhergestellt werden.
Für solche Fälle arbeiten wir mit seriösen Handwerkern unterschiedlicher Gewerke aus unserem Netzwerk zusammen. Wenn es der Auftraggeber wünscht, koordinieren wir die notwendigen Folgearbeiten. So müssen nicht selbst verschiedene Betriebe gesucht, Termine einzeln abgestimmt und die Arbeiten untereinander koordiniert werden.
Von der Räumung und Spezialreinigung über notwendige Rückbauarbeiten bis zur anschließenden handwerklichen Wiederherstellung kann die Abwicklung damit möglichst unkompliziert organisiert werden.
Das gilt nicht nur für institutionelle Auftraggeber. Gerade Angehörige sind nach einem Todesfall häufig froh, wenn sie nicht noch fünf oder sechs verschiedene Ansprechpartner koordinieren müssen.
Und wenn die Immobilie anschließend verkauft werden soll?
Bei privaten Immobilien stellt sich nach Entrümpelung, Spezialreinigung und gegebenenfalls Renovierung häufig die Frage, was anschließend mit dem Haus oder der Wohnung geschehen soll.
Soll die Immobilie verkauft werden, können wir auf Wunsch den Kontakt zu erfahrenen Immobilienmaklern aus unserem Netzwerk herstellen. Die Entscheidung bleibt selbstverständlich beim Eigentümer beziehungsweise bei den Erben – wir sorgen lediglich dafür, dass bei Bedarf ein seriöser Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Gerade wenn Angehörige weiter entfernt wohnen, kann eine solche durchgängige Organisation viel Arbeit abnehmen.
Leichenfundortreinigung in Lemgo, Lippe und Ostwestfalen
Mit Lemgo liegt dieser Einsatz mitten im Kreis Lippe und damit in einer Region, in der wir regelmäßig tätig sind. Von hier sind beispielsweise Detmold, Lage, Bad Salzuflen und Horn-Bad Meinberg schnell erreichbar. Auch darüber hinaus übernehmen wir Einsätze in Ostwestfalen.
Weitere Informationen zu unserem regionalen Einsatzgebiet finden Sie beispielsweise auf unserer Seite zur Tatortreinigung und Spezialreinigung im Raum Bielefeld und Gütersloh sowie zur Tatortreinigung in Paderborn.
Je nach Ausgangslage übernehmen wir neben Leichenfundorten auch stark verwahrloste Wohnungen, Messiehaushalte und Messiewohnungen sowie die Spezialreinigung von Fäkalwohnungen.
Besichtigung in der Regel kurzfristig – Angebot noch am selben Tag
Bei einer Anfrage möchten die meisten Auftraggeber zunächst zwei Dinge wissen: Was muss gemacht werden – und was wird es kosten?
Deshalb versuchen wir, notwendige Besichtigungen immer möglichst zeitnah durchzuführen. Wir sehen uns die Situation vor Ort an, besprechen die erforderlichen Arbeiten und erstellen anschließend das konkrete Angebot.
Das Angebot versenden wir noch am Tag der Besichtigung per E-Mail. So besteht schnell Klarheit darüber, welche Maßnahmen vorgesehen sind und mit welchen Kosten gerechnet werden kann.
Der aktuelle Einsatz in Lemgo zeigt gleichzeitig, warum eine Besichtigung und die fachliche Einschätzung vor Ort so wichtig sind. Zu Beginn war eine Leichenfundortreinigung vorgesehen. Während der Arbeiten zeigte sich jedoch der wiederkehrende Rückstau aus dem Bodenablauf. Statt unter ungeeigneten Bedingungen einfach weiterzuarbeiten, wurde der Einsatz an dieser Stelle unterbrochen.
Nun beseitigt zunächst die Sanitärfirma die Ursache. Danach können Bodenaufbau und Untergrund fachgerecht bearbeitet werden. Sobald auch der Nachlass geklärt ist, folgen Entrümpelung, weitere Spezialreinigung und schließlich die Ozonisierung.
Sie benötigen eine Leichenfundortreinigung in Lemgo, Detmold, Bad Salzuflen oder im Kreis Lippe? Dann können Sie uns direkt kontaktieren. Wir klären zunächst, welche Maßnahmen in der konkreten Situation tatsächlich notwendig sind – und in welcher Reihenfolge sie sinnvoll durchgeführt werden sollten.
